
Das Kunstseidene Mädchen
Soloschauspiel nach dem Erfolgsroman von Irmgard Keun. Mit Heidi Züger. Bühnenfassung, Regie: Tim Page.
Doris: «Ich will so ein Glanz sein, der oben ist. Mit weissem Auto und Badewasser, das nach Parfüm riecht, und alles wie Paris. Und die Leute achten mich hoch, weil ich ein Glanz bin.»
Doris, das kunstseidene Mädchen, ist Sekretärin bei einem Rechtsanwalt. Sie will raus aus der Provinz, will mehr aus ihrem Leben machen, als nur Kommas richtig setzen. Sie will etwas erleben, will nach Berlin, will ein Star sein.
Auf ihrem Weg nach oben wird Doris schon in den 30er Jahren in Irmgard Keuns Romanvorlage auf einen rastlosen Marathon geschickt, zu vermeintlich spendablen Männern und Schutz bietenden Schultern.
Sprachwitz, Schlagfertigkeit und Beobachtungsschärfe von Doris begleiten uns auf ihrer Suche nach dem Lebenstraum von Liebe, Luxus und Karriere.
Die vielen, tollen Feedbacks der bisherigen Zuschauer geben uns recht, dass man sich in den Wirren, Abenteuern, Gedanken, aber auch in den Träumen der Doris völlig wiedererkennen kann... jeder auf seine Weise und in verschiedenen Aspekten des eigenen Lebens. Sei es der stete Drang nach Anerkennung, nach Geld, nach alles Erleben-Wollen oder das Bedürfnis was Besonderes oder sogar ein (Super)Star zu sein.